Mittwoch, 17. Juli 2013

Unwichtiger Text und hübsches Bild.

Uni ist zum Glück morgen vorbei (letzte Prüfung, in Französisch!) und die Semesterferien beginnen. Endlich mal wieder Zeit zum Nähen! Was? Das weiß ich schon lange. Nur die Reihenfolge habe ich noch nicht festeglegt:
1810er Korsett, 1770er Korsett, 1810er Kleid, 1770er Caraco und Rock (dafür noch benötigt: Hüftrolle). [Reihenfolge beliebig]
Stoff finden muss ich noch fürs Regencykleid und edit: gerade eben den (fast) perfekten Stoff gefunden. Ich hoffe so sehr, es reicht, denn es war nur noch wenig da. für den Rokokorock (cooles Wort), den Stoff für den Caraco will ich selbst bedrucken.

Von diesen Projekten mal abgesehen: Ich WILL ein 1890er Kleid!!! :'( Diese Puffärmel faszinieren mich mit jedem Bild, was ich sehe, mehr. Problem: Aus welchem Grund auch immer erscheint mir diese Epoche als äußerst schwierig und ohne Schnittmuster nicht zu bewältigen. Vielleicht liegt das aber auch bloß an meinen gesteigerten Ansprüchen. Als ich mein erstes Rokokokleid genäht habe (vor zwei Jahren, Kinder, wie die Zeit vergeht), habe ich ein paar Recherchen bei Google-Bilder gemacht und dann einfah drauf los genäht. Ganz nach dem Motto: Probieren geht über studieren. Ich bin tatsächlich der Meinung, man lernt viel besser die Kleidung einer Epoche kennen, wenn man versucht, sie ohne kommerzielle Schnitte nachzuvollziehen und mit jedem Projekt ein bisschen genauer wird. Tja, vielleicht kaufe ich mir einfach etwas billigen Stoff und schau mal, was dabei rauskommt? Die Zeit der 1890er scheint mir ohnehin zudem benachteiligt zu sein, was gute Schnittmuster angeht. Ist aber auch wahr, oder? Alle machen entweder 1880er oder 1910er. Für die Zeit dazwischen habe ich bisher kaum Kostümblogs gefunden.

Ja, also, zusammengefasst ist mein "Problem": Ich hab so viele tolle Sachen zu nähen und träume stattdessen von einem epischen Ensemble, das sich nicht so mir nichts dir nichts realisieren lässt, obwohl ich es gern so hätte. 
Aber geht uns das nicht allen so?

Und noch ein hübsches Bild zum anschauen (der Text ist ja nicht so aussagekräftig):

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee. Zur Feier der (hoffentlich bestandenen) Klausur übers Neolithikum. Korrigierenderweise muss ich hier ergänzen, dass der Begriff "Pfahlbausiedlung" in der heutigen Forschung als antiquiert gilt. Lieber spricht man von "Feuchtbodensiedlungen"

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