Mittwoch, 17. April 2013

Kampf gegen den Polyestertaft 4 - Kragen


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Einen Kragen zu drapieren, der über Schulter und Rücken fällt (im Folgenden "Umschlagkragen" genannt), ist schwierig. Ihn so zurechtzuzupfen, dass es gut aussieht ist sehr schwierig. Das alleine, ohne Schnittmuster und Schneiderpuppe und Helferlein zu schaffen war mir unmöglich.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Helferlein wird benötigt!
Zusätzliche Schwierigkeit bei diesem Kragen: Es ist kein angesetzter Kragen, er scheint Teil des Kleides zu sein. Er beginnt schon kurz über der Taille und wird dann über die Schultern und den Rücken umgeschlagen.
Es ist einfach so kompliziert, dass ich es noch nicht einmal in Worte fassen kann!


Ich präsentiere: Das schlechteste Tutorial aller Zeiten. Eine unvollständige Bildreihe mit wirren Kommentaren! *Applaus*

Stoff an den Ausschnitt des Kleides feststecken, erst lila, dann gelb.
Das Kleid ist gelb gefüttert. Da der Kragen umgeschlagen wird, sieht man das gelbe Futter nun als Außenstoff.
Die Form des Kragens mit Kreide aufzeichnen.


Rückansicht.
Damit der Umschlagkragen gescheit fällt müssen hier und da Abnäher gemacht werden, vor allem in der Mitte im Nacken.

In gewisser Hinsicht ist der Kragen wie eine Kapuze, die allerdings nicht aufgesetzt wird.
An der Ausschnittkante am Rücken (gibt es da ein Wort? So wie "Saum"?) sieht es aus wie ein angesetzter Streifen Lila. Tatsächlich ist das ganze Kragenteil aus einem Stück gearbeitet, was man sieht ist nur ein Abnäher. An diese Stelle wurde auf der anderen Seite der gelbe Stoff genäht.

wieso dieser Abnäher? wieso nicht Gelb an die "Ausschnittkante am Rücken" nähen?
gute Frage. Ich hatte sicher Gründe dafür, die mir nun nicht mehr einfallen.

Ich kann es nur wiederholen: Helfer holen und abstecken lassen.
Immer wieder abstecken, bis es gut aussieht.

Man. Ich wollte das besser machen. Aber was soll ich machen? Vorgänge, die man selber nicht versteht, kann man auch nicht erklären. Also: Hauptsache, es sieht gut aus. Fröhliches Schaffen!

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