Sonntag, 10. Juni 2012

Pocket Hoops in progress

eingedeutscht: Poschen (von frz. poche = Tasche). Der englische Begriff ist aussagekräftiger. Es handelt sich um die Reifrock-Sparversion, wie man sie von etwa 1750 bis in die 1770er trug.

Mein erstes Paar Poschen ist aus billigem Nesselstoff, grob zugeschnitten und mit Stickgarn genäht. Zudem hat jede Tasche nur zwei statt drei aufgenähte Tunnel für Stahlband. Oh, und Stahlband gibt's auch nicht, stattdessen befinden sich in den Tunneln mühsam gekürzte und gebogene Drahtkleiderbügel, die Enden mit Klebeband abgeklebt.
Mein nächstes Nähprojekt erfordert Poschen als Rockunterbau. Da die ersten ziemlich improvisiert aussehen (und sich auch durch geringen Tragekomfort auszeichnen), wurde es mal Zeit für ein zweites, besseres Paar. Nicht unbedingt weniger improvisiert, als das alte. Der blaue Baumwollstoff war noch übrig, weißes Garn hatte ich auch (sehr schöner Kontrast zum dunkelblauen Stoff).
Nach etlichen Stunden und guter Fernsehunterhaltung besitze ich nun ein wunderschönes handgenähtes Paar Poschen.
Es bleibt die Frage nach Stahlband. Kaufen? Muss ich wohl, Rosendraht bringt's auch nicht so. Ist mir zu biegsam. Der Test mit echtem Stahlband hat mich jedoch ebenso wenig überzeugt. Irgendwelche Vorschläge? Wenn mir nichts weiter einfällt, werde ich den Draht nehmen. Der ist für mich umsonst und lässt sich gut bearbeiten.

1 Kommentar:

  1. im fachhandel bekommst du draht in verschiedenen stärken. Kannst dich ja mal beraten lassen. Vllt. gibts da was, dass deinen vorstellungen näher kommt ^^

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