Dienstag, 28. Februar 2012

Das schießt den Vogel ab! - Kleine Katapult Kunde

Wie sieht ein Katapult aus? Diese Frage stellt man sich wahrscheinlich nicht so oft wie "Was ziehe ich heute an?", aber doch spätestens dann, wenn man dem Männchen in seiner Bleistiftskizze ein Katapult zeichnen möchte, damit es die gegnerische Festung besiegen kann.
Wie funktioniert ein Katapult? Seil, Feder, Spannkraft, Gewichte, Magie?

Wikipedia sagt uns:
"Katapult (altgriech. καταπέλτης katapeltes; κατα kata „gegen“ und παλλειν pallein „schleudern“), auch Wurfmaschine, bezeichnet eine große, nicht tragbare Fernwaffe, welche Geschosse mittels mechanischer Energie aus dem ruhenden Zustand stark beschleunigt."
Sehr allgemein gehalten.

Kurz: der Begriff ist sehr umfassend, es gibt verschiedene Arten von Katapulten.


Sonntag, 19. Februar 2012

Sunrise Avenue Konzert in Braunschweig


Nach dem großen Erfolg ihrer Out Of Style Tour 2011 verlängerte die finnische Band die Tournee und startete am 17. Februar 2012 mit einem Auftritt in der Braunschweiger Stadthalle, präsentiert von NDR2. Das Konzert war ausverkauft, wir standen ziemlich weit vorne, sechste Reihe.
Zuvor präsentierte der schottische Sänger Jim Kroft mit Band einige seiner Songs und bat uns im Anschluss daran, doch bitte seine Facebook-Seite zu liken. Nunja, hätte ich Facebook hätte ich es eventuell sogar getan, schlecht war der Junge nämlich nicht.
Besser jedoch waren Samu Haber, Riku Rajamaa, Raul Ruutu, Sami Osala und der Mensch am Keyboard. Die Gruppe hatte sichtlich Spaß an ihrem Konzert, was vermutlich unter anderem daran lag, dass es das erste in diesem Jahr war. Von 21-23 Uhr spielten sie eine Auswahl ihrer Hits. Darunter auch Erfolge der vergangenen Jahre, die ich aus dem Radio kannte, aber nicht mit Sunrise Ave. in Verbindung gebracht hatte (z.B. Welcome To My Life, Forever Yours) . Die Lieder gefallen mir nämlich, aber ich würde mich nicht unbedingt als Fan bezeichnen.
Zwischendurch, als Pause für den Sänger, spielten sie aktuelle Charthits anderer Künstler an, die das Publikum mitsingen sollte und dies auch tat. Ebenso wurde natürlich lauthals mitgesungen bei Hollywood Hills, Fairytale Gone Bad oder Wonderland (hätte ich mehr Text gekannt, hätte ich auch mitsingen können, so jedoch blieb meine Stimme geschont). Leadsänger Samu schien es überdies großen Spaß bereitet zu haben, die Fans zu dirigieren.  Außerdem scheint er gerne zu tanzen.
Alle Bandmitglieder sind gute Musiker, was sie in vielen Zwischenspielen und Soli unter Beweis stellten. Übrigens fand ich, das Schlagzeug sah extrem cool aus.
Joa, was soll ich noch sagen? Ich war noch nicht auf vielen Konzerten, aber dieses war durchaus hörens- und sehenswert.

Freitag, 10. Februar 2012

Was Oma noch so las (und vllt. im Radio hörte)

In unserem Keller steht ein wunderbares Bücherregal voller Bücher, die mir vorgelesen wurden, als ich noch nicht selbst lesen konnte (oder wollte...). Neben zahllosen Büchern meiner Mutter aus den 1960ern gibt es außerdem noch einige Bücher, die meine Oma als Kind gelesen hat. Dabei bleiben wir in den späten 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts:


 Bücher der Pucki-Reihe von Magda Trott
(lt. Wikipedia beinhaltet sie 12 Bände; das letzte, Puckis Lebenssommer, ist von 1941)

Etwas beunruhigend finde ich die Angabe meiner Oma: "Kriegsweihnachten 1939" in einem der Bücher.

Früher gab es mehr Bücher, die einfach die Lebensgeschichte eines Mädchens vom Kind bis zum Erwachsenenalter erzählten, oder?
Ich kann mich nicht mehr an den Inhalt der Bücher erinnern, aber ich mochte sie. Und die Cover sind so schön ;-)


  •  Nesthäckchens erstes Schuljahr (Else Ury)
    (10 Bände umfassende Reihe)
  • Zöpfle bei den Sommereltern (Rotraut Hinderks-Kutscher)
  • Schimm bleibt Schimm (Irmgard Spangenberg)
  • Die Langerudkinder (Marie Hamsun)
  • Für unsere Mädels (Pauline Schanz)
Alles recht typische Mädchenromane. Heute haben die Protagonistinnen zwar andere Probleme aber im Prinzip handelt es sich um das gleiche Genre.


Musik der 1930er (und später)

Seit ich für den ersten Post über die 30er bei Wikipedia über diese Epoche recherchiert habe und auf Filme und Musik gestoßen bin, höre ich Schlager. xD

In dem Film "Der blaue Engel" (1930) singt Marlene Dietrich das Lied "Ich bin die fesche Lola".
 


Samstag, 4. Februar 2012

Großmutters Kinderbücher

1930er Jahre in Deutschland - Weltwirtschaftskrise, Aufstieg der Nazis. Und meine Großeltern verleben ihre Kindheit. Ganz so schrecklich wie im ersten Satz anzunehmen ist, war es aber vermutlich nicht. Die Musik war zum Beispiel ziemlich lustig (Ich wollt' ich wär ein Huhn; Bei mir bist du schön; ...). Und laut Wikipedia liefen neben NS-Propaganda viele gute Filme im Kino (Vom Winde verweht; Dracula; Schneewittchen und die sieben Zwerge; ...). Außerdem existierten eine Menge wunderschöner Kinderbücher. Ein paar habe ich in meinem Bücherregal gefunden.

links: Andersens Märchen; oben: Wie lerne ich zeichnen? (1935); unten links: (Reime über Blumen); unten rechts: Kasperle ist wieder da
Irgendwie war es in den 1930ern wohl nicht mehr in der Mode, das Erscheinungsjahr im Buch abzudrucken. Daher habe ich ziemlich lange im Internet diverse online-Antiquariate etc. durchsucht in der Hoffnung, genauere Auskunft über die Jahreszahlen zu erhalten. Leider hatte ich wenig Erfolg. Häufig findet man die Angaben: 1930er; um 1930 oder ca. 1930. Nicht besonders hilfreich.


"Wie lerne ich zeichnen?" (Autor: J. van Dijck; Verlag: Koehler & Amelang, Leipzig) konnte ich Dank eines Hinweises der zu Weihnachten beschenkten Person auf 1935 datieren.

"Kasperle ist wieder da" (Autor: W. O. Ullmann; Verlag: Rudolf Schneider Verlag) fehlt leider der Einband. Vermutlich stammt es aus den späten 30er Jahren. Es ist in Sütterlin geschrieben. In Reimform begleitet man Kasperle durchs Jahr.

"Andersens Märchen" (Autor/Illustration: Wilhelm Reetz und Ludwig Richter; Verlag: A. Anton & Co., Leipzig) hat ebenfalls keine Angaben, im Internet habe ich sehr wenige Hinweise gefunden.

"[...]" Das Blumenbuch hat wie auch das Buch vom Kasperle keinen Einband mehr. Wirklich bedauerlich ist jedoch, dass auch die Seite fehlt, auf der Titel, Autor und Verlag abgedruckt sind (quasi Seite 1). Ich weiß also rein gar nichts über das Buch. Dabei ist es wunderschön, die 12 Reime sind in Sütterlin geschrieben, und  die Abbildungen der Blumen sind allerliebst.

oben: Wie lerne ich zeichnen?; unten links: Blumenbuch; unten rechts: Kasperle ist wieder da


Neben diesen Büchern habe ich noch ein Spielzeug gefunden, das schon seit Jahren dekorativ auf meinem Schrank steht. Passenderweise stammt es auch aus der Zeit.

Dromedar, Elastolin, 1930er
Es handelt sich um eine sogenannte Massefigur der Firma Hausser Elastolin. Sie ist ein bisschen kaputt, aber das ist normal. (Diese Figuren kann man übrigens als Vorgänger der heutigen Schleich-Figuren sehen)

Ich finde es faszinierend, wenn man solche alten Spielzeuge, die man quasi als Erbstück zu Hause in Ehren hält, im Internet findet, in Auktionshäusern oder Sammlerforen. Man vergisst immer so leicht, dass die vor 80 Jahren seriell hergestellt und im Handel verkauft wurden.


Es schneit :-) Ich geh jetzt ein wenig raus.